Eine Bach-Orgel für Regensburg

Der Aufbau der neuen Bachorgel ist weitgehend abgeschlossen. Wir befinden uns derzeit mitten in dem umfangreichen Prozess des Intonierens und Stimmens der Orgel. Es grenzt an ein Wunder, dass trotz der Corona-Krise alle Arbeiten wie ein "Uhrwerk" im Plan bleiben konnten. Eingeweihte konnten schon den allerersten Tönen lauschen - die Orgel wird ein Kleinod unter den Musikinstrumenten Regensburgs werden. Nach wie vor gehen wir davon aus, dass wir Ende September auch die Orgeleinweihung wie geplant feiern können.

Dank der großen Spendenfreudigkeit vieler Menschen ist das unser Kapital auf fast 900.000 Euro angewachsen. Das sind etwa dreiviertel der Gesamtkosten. Wir danken allen großzügigen Spendern sehr herzlich für ihr Engagement - nicht nur für die Geldbeträge, sondern auch für das außerordentlich große Engagement so vieler ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.


 

Die Dreieinigkeitskirche erhielt 1758 eine große Orgel, erbaut von dem Regensburger Orgelbaumeister Franz Jakob Späth. Von dieser Orgel sind nur noch das Gehäuse und einige wenige Pfeifen erhalten. 1966 baute die Firma Kleuker ein Instrument in den historischen Rahmen, das jedoch selten zuverlässig funktioniert hat und deswegen bei Beginn der Renovierungsarbeiten im Kircheninnenraum ab 2009 abgebaut wurde.

Regensburg ist eine "Orgelstadt. Zahlreiche Neubauten sowie die erhaltene Späth-Orgel von 1750 in der Oswaldkirche und die Instrumente im Historischen Museum, bieten die einzigartige Möglichkeit, eine Vielzahl an Orgelmusik authentisch darzustellen. Was in der Regensburger Orgellandschaft fehlt, ist eine Orgel, auf der sich die Musik Johann Sebastian Bachs adäquat darstellen lässt, eine Orgel nach thüringisch-mitteldeutschem Vorbild. Deswegen entstand für dieses Projekt der Name "Bach-Orgel". Ein solches Instrument muss selbstverständlich allerhöchsten Qualitätsansprüchen genügen.

Die Orgelfachkommission, der neben Pfarrer Martin Schulte, dem Regensburger Kantor Roman Emilius und Prof. Stefan Baier von der katholischen Hochschule für Kirchenmusik, Kirchenmusikdirektor Reinhold Morath angehören sowie Hans-Ulrich Funk (Orgelsachverständiger aus Herzberg am Harz) und Dr. Martin Balz (Gesellschaft der Orgelfreunde) angehören, haben unter acht Angeboten das Angebot der Firma Ahrend aus Leer ausgewählt. Die Firma Ahrend hat gemeinsam mit uns auch die einjährige "Unterbrechung" wegen der Putzsanierung an der Kirchendecke meisterlich bewältigt; dafür danken wir sehr herzlich. Die entstandenen Mehrkosten durch die Lagerung müssen wir freilich auch durch weitere Spenden finanzieren.